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Glossar · Lektorat und Korrektorat

Korrektorat

Pruefung eines Textes auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Trennung ohne stilistische Eingriffe.

Begriff erklärt

Was bedeutet Korrektorat?

Das Korrektorat ist die abschließende Prüfung eines Buchmanuskripts auf formale Fehler. Geprüft werden Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Silbentrennung und einheitliche Schreibweisen, ohne dass dabei in Inhalt, Stil oder Aufbau des Textes eingegriffen wird.

Bedeutung und Einordnung

Das Korrektorat steht am Ende der Textbearbeitung, meist nach dem Lektorat und kurz vor dem Buchsatz. Während sich frühere Arbeitsschritte um Struktur, Verständlichkeit und sprachliche Wirkung kümmern, sorgt das Korrektorat für formale Sauberkeit. Es ist die letzte inhaltliche Kontrollinstanz, bevor ein Manuskript in die Gestaltung und schließlich in den Druck geht.

Wichtig ist die Abgrenzung zum Lektorat. Ein Korrektor bewertet nicht, ob ein Satz gelungen klingt oder ob ein Kapitel an der richtigen Stelle steht. Seine Aufgabe ist enger gefasst und dadurch umso gründlicher. Wer beide Leistungen verwechselt, läuft Gefahr, am Ende ein stilistisch starkes, aber fehlerhaftes Buch zu veröffentlichen.

Was das Korrektorat im Detail prüft

Ein professionelles Korrektorat arbeitet eine klar umrissene Liste an Fehlerquellen ab. Dazu gehören:

  • Rechtschreibung nach den geltenden amtlichen Regeln, inklusive Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung.
  • Zeichensetzung, also Kommas, Anführungszeichen, Bindestriche und Auslassungspunkte.
  • Grammatik, etwa Fälle, Zeitformen und Bezüge innerhalb eines Satzes.
  • Silbentrennung und Worttrennungen am Zeilenende.
  • Einheitlichkeit, zum Beispiel durchgängige Schreibweisen von Namen, Zahlen, Datumsangaben und Fachbegriffen.
  • Tippfehler, doppelte Wörter und fehlende oder überzählige Leerzeichen.

Für die Einheitlichkeit legen viele Korrektoren ein sogenanntes Stylesheet an. Darin halten sie fest, wie wiederkehrende Begriffe geschrieben werden, damit ein dickes Manuskript von der ersten bis zur letzten Seite konsistent bleibt.

Ein konkretes Beispiel

Im Manuskript steht der Satz: „Sie nahm das Manuskript und legte es ach so vorsichtig auf den Tisch.“ Das Lektorat hatte den Satz inhaltlich freigegeben. Der Korrektor bemerkt, dass die Figur im Buch einmal „Marie“ und an drei späteren Stellen „Maria“ heißt, dass ein Komma vor einem Nebensatz fehlt und dass sich zwei Seiten weiter ein doppeltes „und und“ eingeschlichen hat. Keiner dieser Punkte verändert die Geschichte. Jeder einzelne würde aber im gedruckten Buch auffallen und den professionellen Eindruck beschädigen.

Bezug zum eigenen Buchprojekt

Für Sie als Autorin oder Autor ist das Korrektorat der Schritt, der über den seriösen Gesamteindruck entscheidet. Leserinnen und Leser verzeihen vieles, doch Fehler auf den ersten Seiten kosten Vertrauen. Das gilt für einen Roman ebenso wie für ein Sachbuch oder eine Biografie. Gerade bei langen Texten lohnt sich der frische Blick einer Person, die nicht selbst am Manuskript geschrieben hat, weil Autorinnen und Autoren über die eigenen Formulierungen schlicht hinweglesen.

Praxis-Tipp

Planen Sie das Korrektorat als letzten Schritt vor dem Satz ein und nicht parallel zu inhaltlichen Änderungen. Jede nachträgliche Überarbeitung kann neue Fehler einschleusen, die dann erneut korrigiert werden müssen. Sinnvoll ist es, das Manuskript vorher einmal vollständig fertigzustellen und erst dann zur Korrektur zu geben. So bleibt der Aufwand kalkulierbar und das Ergebnis verlässlich.

Bei Buchvirtuosen ist das Korrektorat fester Bestandteil des Weges vom ersten Gespräch bis zum fertigen Buch. Unser Team prüft jedes Manuskript sorgfältig auf formale Fehler, bevor es in den Satz geht. Wie sich Lektorat, Korrektorat und Gestaltung ineinanderfügen, zeigt unser Ablauf. Wenn Sie ein eigenes Projekt im Kopf haben, finden Sie auf der Seite Buch schreiben lassen den passenden Einstieg.

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