Das Buch-Glossar, von A bis Z
Vom Exposé bis zur Normseite, vom Lektorat bis zur ISBN. Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe rund ums Buch, verständlich und auf den Punkt. Klicken Sie auf einen Begriff für die ausführliche Erklärung.
Schreibhandwerk und Erzähltechnik
Auktorialer Erzähler
Allwissende Erzählinstanz, die alle Figuren, Orte und Hintergründe einer Geschichte überblickt.
Charakterentwicklung
Die innere Veränderung einer Figur im Verlauf der Handlung durch Erfahrungen und Konflikte.
Cliffhanger
Offenes, spannungsgeladenes Ende eines Kapitels, das den Leser zum Weiterlesen bewegen soll.
Dialog
Direkte Wechselrede zwischen Figuren, die Handlung vorantreibt und Charaktere kennzeichnet.
Dramaturgie
Die Lehre vom wirkungsvollen Aufbau einer Handlung mit Akten, Wendepunkten und Hoehepunkt.
Erzählperspektive
Der Blickwinkel, aus dem eine Geschichte erzählt wird, etwa Ich-Form oder auktorial.
Erzähltempo
Das Verhältnis von erzählter Zeit zu Erzählzeit, das den Rhythmus eines Textes bestimmt.
Exposition
Erzählteil, der dem Leser Vorgeschichte, Figuren und Ausgangssituation einer Geschichte vermittelt.
Heldenreise
Erzählmuster, bei dem eine Hauptfigur durch Aufbruch, Pruefungen und Rueckkehr eine Wandlung durchlaeuft.
Plot
Die durchdachte Abfolge der Ereignisse einer Geschichte mit ihren ursaechlichen Verknuepfungen.
Rückblende
Eingeschobener Erzählabschnitt, der zeitlich vor der Haupthandlung liegende Ereignisse darstellt.
Show, dont tell
Schreibprinzip, das Handlungen und Bilder zeigt, statt Sachverhalte direkt zu benennen.
Spannungsbogen
Der Verlauf von Aufbau, Hoehepunkt und Auflösung der Spannung innerhalb einer Erzählung.
Subtext
Die unausgesprochene Bedeutung unter der Oberflaeche von Dialogen und Szenen.
Vorausdeutung
Erzähltechnik, die kommende Ereignisse durch Andeutungen vorbereitet und so Spannung erzeugt.
Wendepunkt
Schluesselmoment, an dem die Handlung eine entscheidende neue Richtung nimmt.
Figuren und Dramaturgie
Antagonist
Gegenspieler der Hauptfigur, der dem Protagonisten Widerstand entgegensetzt.
Antiheld
Hauptfigur ohne klassische Heldentugenden, die dennoch im Zentrum der Sympathie steht.
Charakterbogen
Innere Entwicklung einer Figur über den Verlauf der Handlung hinweg.
Figurenkonstellation
Das Beziehungsgeflecht aller Figuren einer Geschichte und ihre Verbindungen zueinander.
Klimax
Höhepunkt der Handlung, an dem die Spannung ihre größte Intensität erreicht.
Konflikt
Spannungsverhältnis zwischen Figuren oder Kräften, das die Handlung antreibt.
Motivation
Innerer Beweggrund, der das Handeln einer Figur erklärt und glaubhaft macht.
Nebenfigur
Figur mit unterstützender Rolle, die nicht im Zentrum der Handlung steht.
Plot Twist
Ueberraschende Wendung, die den bisherigen Verlauf der Handlung in neuem Licht zeigt.
Protagonist
Hauptfigur einer Geschichte, deren Handeln den zentralen Konflikt vorantreibt.
Genres und Gattungen
Belletristik
Sammelbegriff für unterhaltende erzählende Literatur wie Romane und Erzählungen im Gegensatz zum Sachbuch.
Biografie
Sachliche Darstellung des Lebens einer realen Person durch einen anderen Verfasser.
Drama
Literaturgattung für Bühnentexte, die eine Handlung über Dialog und szenische Anweisungen entfaltet.
Epik
Erzählende Grundgattung der Literatur, zu der Roman, Novelle und Erzählung gehören.
Essay
Kuerzere Abhandlung, die ein Thema subjektiv und gedanklich frei, aber sachbezogen behandelt.
Fantasy
Genre mit erfundenen Welten, in denen Magie und uebernatuerliche Wesen selbstverständlich vorkommen.
Krimi
Genre, das die Aufklärung eines Verbrechens, meist eines Mordes, in den Mittelpunkt stellt.
Kurzgeschichte
Kurze Prosaerzählung mit knapper Handlung, wenigen Figuren und oft offenem Schluss.
Lyrik
Literaturgattung der Gedichte, die Gefühle und Stimmungen in verdichteter, oft gebundener Sprache ausdrueckt.
Memoiren
Aufzeichnungen, in denen eine Person ihre eigenen Erlebnisse und Lebensabschnitte rueckblickend schildert.
Novelle
Mittellange Prosaerzählung, die sich auf ein einzelnes ungewoehnliches Ereignis konzentriert.
Ratgeber
Sachbuch, das praktische Anleitungen und Tipps zu einem konkreten Lebensbereich gibt.
Roman
Laengere fiktionale Erzählung in Prosa, die meist mehrere Figuren und Handlungsstraenge entfaltet.
Sachbuch
Buch, das ein Wissensgebiet allgemein verständlich und ohne fiktive Handlung darstellt.
Science-Fiction
Genre, das Geschichten auf Basis kuenftiger Technik, Wissenschaft oder fremder Welten entwirft.
Thriller
Spannungsgenre, das durch Bedrohung und Tempo eine anhaltende Hochspannung beim Leser erzeugt.
Buchaufbau und Bestandteile eines Buches
Buchrücken
Die schmale Seite des gebundenen Buches, die den Buchblock zusammenhält und Titel sowie Autor zeigt.
Frontispiz
Eine dem Titelblatt gegenüberliegende Bildseite, häufig mit einem Porträt oder einer Illustration.
Fußnote
Anmerkung am unteren Seitenrand, die einen Textverweis erläutert oder eine Quelle nachweist.
Impressum
Pflichtangaben zu Verlag, Autor, Auflage und Rechten, meist auf der Rückseite des Titelblatts.
Inhaltsverzeichnis
Geordnete Übersicht aller Kapitel und Abschnitte mit den zugehörigen Seitenzahlen.
ISBN
Internationale Standardbuchnummer, die jede Buchausgabe eindeutig kennzeichnet und im Buchhandel identifiziert.
Klappentext
Kurzer Werbe- und Inhaltstext auf der Umschlagklappe oder Rückseite, der Leser zum Buch hinführt.
Kolophon
Schlussvermerk am Buchende mit Angaben zu Druck, Schrift und Herstellung des Werkes.
Kolumnentitel
Die Kopfzeile einer Buchseite, die meist Buchtitel oder Kapitelüberschrift wiederholt.
Lesebändchen
Ein eingebundenes Stoffband, das als Lesezeichen die zuletzt gelesene Seite markiert.
Register
Alphabetisches Verzeichnis von Begriffen oder Namen mit Seitenangaben am Ende des Buches.
Schutzumschlag
Ein loser Papierumschlag, der das gebundene Buch schützt und Titelgestaltung sowie Klappentext trägt.
Titelblatt
Die innere Buchseite mit Buchtitel, Autorname und Verlagsangabe, oft auf einer rechten Seite.
Vorsatz
Das gefalzte Blatt, das den Buchblock mit der Buchdecke verbindet und beim Aufschlagen sichtbar wird.
Widmung
Eine kurze persönliche Zueignung des Autors am Buchanfang, meist auf einer eigenen Seite.
Lektorat und Korrektorat
Bürstenabzug
Vorläufiger Probedruck eines Satzes, der zur Korrektur und Begutachtung herangezogen wird.
Druckfahne
Probeabzug des gesetzten Textes, der zur Kontrolle und Korrektur dient.
Fahnenkorrektur
Korrektur des bereits gesetzten Textes anhand der Druckfahnen vor dem endgültigen Druck.
Faktencheck
Ueberprüfung sachlicher Angaben im Manuskript auf ihre Richtigkeit während des Lektorats.
Imprimatur
Druckfreigabe, mit der nach abgeschlossener Korrektur der endgültige Druck genehmigt wird.
Inkonsistenz
Widerspruechliche Angabe im Text, etwa zu Namen oder Zahlen, die das Korrektorat aufdeckt.
Korrektorat
Pruefung eines Textes auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Trennung ohne stilistische Eingriffe.
Korrekturzeichen
Genormte Symbole nach DIN, mit denen Fehler und Aenderungen in einem Text markiert werden.
Lektorat
Inhaltliche und sprachliche Bearbeitung eines Manuskripts zur Verbesserung von Aufbau, Stil und Verstaendlichkeit.
Lektoratsgutachten
Schriftliche Einschaetzung eines Manuskripts hinsichtlich Qualität, Marktchancen und Ueberarbeitungsbedarf.
Manuskript
Die unbearbeitete Textvorlage eines Autors, die vor der Veröffentlichung lektoriert wird.
Schlusskorrektur
Letzter Korrekturdurchgang am fertig gesetzten Text unmittelbar vor der Druckfreigabe.
Stilblüte
Unbeabsichtigt komische oder missverständliche Formulierung, die im Lektorat aufgespuert wird.
Stilistisches Lektorat
Lektoratsform, die vor allem Sprachfluss, Wortwahl und Ausdruck eines Textes verfeinert.
Stylesheet
Dokument mit festgelegten Schreibweisen und Formatregeln, das einheitliche Korrekturen im Projekt sichert.
Textredaktion
Ueberarbeitung eines Textes hinsichtlich Inhalt, Struktur und Sprache vor der Veröffentlichung.
Manuskript, Exposé und Normseite
Blurb
Eine kurze werbende Empfehlung, oft von Prominenten, die zur Buchvermarktung abgedruckt wird.
EPUB
Ein offenes Dateiformat für E-Books, das sich flexibel an verschiedene Bildschirmgrößen anpasst.
Exposé
Eine knappe Inhaltsübersicht eines Buchprojekts, die Verlagen oder Agenturen zur Beurteilung vorgelegt wird.
Fahne
Ein vorläufiger Korrekturabzug des gesetzten Textes, der vor dem endgültigen Druck geprüft wird.
Leseprobe
Veröffentlichter Auszug eines Buches, der Leser zum Kauf des Gesamtwerks anregen soll.
Manuskriptgutachten
Eine fachliche Bewertung eines eingereichten Textes, die über dessen Veröffentlichung mitentscheidet.
Normseite
Eine standardisierte Manuskriptseite mit etwa 30 Zeilen zu je 60 Anschlaegen als Berechnungsgrundlage.
Probekapitel
Vorab geschriebenes Kapitel, das Ton und Stil eines geplanten Buches zeigt.
Synopse
Knappe Zusammenfassung von Handlung und Aufbau eines Buches auf wenigen Seiten.
Treatment
Ausformulierte Inhaltsskizze, die Handlung und Szenenfolge eines Stoffes darstellt.
Typografie und Buchgestaltung
Blocksatz
Beim Blocksatz werden Zeilen am linken und rechten Rand bündig ausgerichtet.
Durchschuss
Der Durchschuss ist der vertikale Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Textzeilen.
Flattersatz
Beim Flattersatz bleibt eine Textkante uneinheitlich, meist die rechte Seite.
Initiale
Eine Initiale ist der vergrößerte Anfangsbuchstabe am Beginn eines Kapitels oder Absatzes.
Kapitälchen
Kapitälchen sind Großbuchstaben, die auf die Höhe der Kleinbuchstaben verkleinert wurden.
Kerning
Kerning bezeichnet die gezielte Anpassung des Abstands zwischen zwei einzelnen Buchstaben.
Laufweite
Die Laufweite beschreibt den gleichmäßigen Abstand zwischen allen Zeichen einer Textpassage.
Ligatur
Eine Ligatur ist die Verschmelzung zweier oder mehrerer Buchstaben zu einem zusammenhängenden Zeichen.
Mediävalziffern
Mediävalziffern sind Ziffern mit unterschiedlichen Höhen, die sich harmonisch in Fließtext einfügen.
Punze
Die Punze ist die geschlossene oder offene Innenfläche eines Buchstabens.
Satzspiegel
Der Satzspiegel ist die bedruckte Fläche einer Buchseite ohne die umgebenden Ränder.
Schusterjunge
Ein Schusterjunge ist die erste Absatzzeile, die allein am unteren Seitenrand stehen bleibt.
Serife
Eine Serife ist der kleine Querstrich am Ende eines Buchstabenstrichs bei bestimmten Schriftarten.
Versalien
Versalien sind die Großbuchstaben eines Alphabets, auch Majuskeln genannt.
Witwe
Eine Witwe ist die einzelne Schlusszeile eines Absatzes am oberen Rand einer neuen Seite.
Druck, Papier und Buchbinderei
Beschnitt
Randzone eines Druckbogens, die nach dem Druck weggeschnitten wird.
Broschur
Einfache Buchbindung mit biegsamem Umschlag aus Karton oder festem Papier.
Buchblock
Gesamtheit der gehefteten oder geklebten Seiten eines Buches ohne den Einband.
Digitaldruck
Druckverfahren ohne feste Druckform, das Daten direkt aus dem Computer auf das Papier bringt.
Fadenheftung
Bindeverfahren, bei dem die einzelnen Lagen mit Faden vernaeht werden.
Falzbogen
Bedruckter Papierbogen, der zu einer Lage des Buches gefaltet wird.
Grammatur
Flaechengewicht eines Papiers, angegeben in Gramm pro Quadratmeter.
Hardcover
Buchausgabe mit festem, oft mit Material bezogenem Einband aus Pappe.
Holzfreies Papier
Papier aus chemisch aufbereitetem Zellstoff ohne Holzschliff, das langsamer vergilbt.
Kapitalband
Schmales Gewebeband, das oben und unten am Buchrücken sichtbar ist.
Klebebindung
Bindeverfahren, bei dem der Buchblock am Ruecken mit Leim verklebt wird.
Lage
Mehrfach gefalzter und ineinandergelegter Druckbogen, der einen Teil des Buchblocks bildet.
Offsetdruck
Industrielles Druckverfahren, bei dem die Farbe indirekt über ein Gummituch auf das Papier übertragen wird.
Prägung
Mechanisch erzeugte erhabene oder vertiefte Verzierung auf Einband oder Papier.
Verlagswesen und Verlagsarbeit
Auflage
Gesamtmenge der Exemplare eines Buches, die in einem Druckvorgang hergestellt werden.
Barsortiment
Großhändler, der Bücher vieler Verlage lagert und Buchhandlungen schnell und gebündelt beliefert.
Hausautor
Autor, der dauerhaft und meist exklusiv an einen bestimmten Verlag gebunden ist.
Imprint
Eigenstaendige Verlagsmarke innerhalb eines größeren Verlagshauses mit eigenem Profil und Programm.
Lektor
Person im Verlag, die Manuskripte auswählt, inhaltlich betreut und zur Veröffentlichung fuehrt.
Programmleiter
Verantwortliche Person, die das inhaltliche Verlagsprogramm plant und Titel auswählt.
Satz
Gestaltung des Textes in Spalten, Zeilen und Seiten zur druckfertigen Anordnung eines Buches.
Tantieme
Vom Verkaufserloes abhängige Verguetung, die ein Autor pro verkauftem Exemplar vom Verlag erhält.
Verlagsprogramm
Die Gesamtheit der Titel, die ein Verlag in einem Zeitraum veröffentlicht.
Self-Publishing und E-Book
Buchsatz
Gestaltung des Textes im Buchinneren mit Schrift, Zeilen und Seitenaufteilung.
E-Book
Digitale Buchausgabe, die auf Lesegeraeten, Tablets oder Smartphones gelesen wird.
Metadaten
Beschreibende Angaben zu einem Buch wie Titel, Autor, Preis und Kategorie.
Print-on-Demand
Druckverfahren, bei dem ein Buch erst nach konkreter Bestellung einzeln gedruckt wird.
Reflowable Layout
E-Book-Darstellung, deren Textfluss sich frei an Schriftgröße und Bildschirm anpasst.
Self-Publishing
Veröffentlichung eines Buches durch den Autor selbst ohne klassischen Verlag.
Urheberrecht, Lizenzen und Verträge
Buchpreisbindung
Gesetzliche Pflicht, neue Bücher zu einem einheitlichen, vom Verlag festgelegten Endpreis zu verkaufen.
Gemeinfreiheit
Zustand eines Werkes, dessen Urheberrechtsschutz abgelaufen ist und das frei genutzt werden darf.
Lizenz
Erlaubnis, ein geschuetztes Werk unter festgelegten Bedingungen zu nutzen oder zu verbreiten.
Lizenzausgabe
Auf Basis einer Lizenz erscheinende Buchausgabe, etwa als Taschenbuch oder Buchclubausgabe.
Nebenrechte
Verwertungsrechte ausserhalb der Hauptausgabe, etwa Übersetzung, Hörbuch oder Verfilmung.
Nutzungsrecht
Das vom Urheber eingeraeumte Recht, ein Werk auf bestimmte Weise zu verwerten.
Optionsrecht
Vertragsklausel, die dem Verlag ein Vorrecht auf das nächste Werk des Autors sichert.
Rechterückfall
Rueckkehr der eingeraeumten Nutzungsrechte an den Autor, etwa bei Vergriffenheit des Titels.
Subsidiärrechte
Vom Verlag verwertete Zweitrechte wie Vorabdruck, Lizenzvergabe oder Auslandsrechte.
Urheberpersönlichkeitsrecht
Recht des Autors auf Anerkennung der Urheberschaft und Schutz vor Entstellung seines Werkes.
Urheberrecht
Gesetzlicher Schutz, der dem Schoepfer eines Werkes die Rechte an seinem geistigen Eigentum sichert.
Verlagsvertrag
Vertrag zwischen Autor und Verlag über die Veröffentlichung und Verwertung eines Werkes.
Verwertungsrecht
Recht des Urhebers, sein Werk wirtschaftlich etwa durch Druck, Verbreitung oder Vervielfaeltigung zu nutzen.
VG Wort
Verwertungsgesellschaft, die gesetzliche Verguetungsansprueche von Autoren und Verlagen wahrnimmt und ausschuettet.
Vorschuss
Vorab gezahlte Verguetung, die später mit den Tantiemen des Autors verrechnet wird.
Buchmarkt, Vertrieb und Buchhandel
Backlist
Bestand älterer, weiterhin lieferbarer Titel eines Verlags abseits der Neuerscheinungen.
Frontlist
Aktuelle Neuerscheinungen eines Verlags innerhalb der laufenden Verlagssaison.
Kommissionsware
Ware, die der Buchhändler erst bei Verkauf bezahlt und sonst zurückgeben kann.
Mängelexemplar
Leicht beschädigtes oder als solches gekennzeichnetes Buch, das ohne Preisbindung verkauft werden darf.
Remittende
Unverkauftes Buch, das der Handel an den Verlag oder das Barsortiment zurückgibt.
Verlagsauslieferung
Dienstleister, der Lagerhaltung, Versand und Abrechnung der Bücher für Verlage übernimmt.
Verlagsvorschau
Katalog, mit dem ein Verlag dem Handel die kommenden Titel einer Saison ankündigt.
Vertreter
Außendienstler, der dem Buchhandel das Verlagsprogramm vorstellt und Vorbestellungen einholt.
Verzeichnis Lieferbarer Bücher
Zentrale Datenbank aller in Deutschland aktuell lieferbaren Buchtitel.
Buchmarketing, PR und Lesungen
Buchmesse
Branchenveranstaltung, auf der Verlage neue Titel vorstellen und Geschäftskontakte knuepfen.
Buchpatenschaft
Förderung eines Buches durch Personen oder Firmen, die dessen Erscheinen finanziell unterstuetzen.
Buchpremiere
Erste öffentliche Vorstellung eines neuen Buches, oft als festlicher Veranstaltungsauftakt gestaltet.
Buchtrailer
Kurzes Werbevideo, das ein Buch in bewegten Bildern vorstellt und neugierig machen soll.
Influencer-Marketing
Bewerbung von Büchern durch reichweitenstarke Personen in sozialen Medien wie Instagram oder Booktok.
Lesereise
Tour eines Autors durch mehrere Staedte mit Lesungen zur Bewerbung eines Buches.
Lesung
Veranstaltung, bei der ein Autor Teile seines Buches vor Publikum vortraegt.
Pressekit
Materialsammlung für Medien mit Infos, Bildern und Texten zu einem Buch oder Autor.
Pressemitteilung
Offizielle Mitteilung des Verlags an Medien, die eine Neuerscheinung oder ein Buchereignis ankuendigt.
Rezension
Kritische Besprechung eines Buches in Medien, die Inhalt und Qualität bewertet.
Rezensionsexemplar
Kostenloses Buchexemplar, das an Kritiker und Medien zur Besprechung verschickt wird.
Signierstunde
Termin, bei dem ein Autor Buchexemplare für Leser mit Widmung oder Unterschrift versieht.
Vorablesung
Präsentation eines noch unveröffentlichten Buches vor ausgewähltem Publikum oder Fachleuten.
Vorschau
Verlagskatalog, der Buchhandel und Presse die kommenden Neuerscheinungen einer Saison ankuendigt.
Hörbuch und Audioproduktion
Abridged
Abridged bezeichnet eine gekürzte Hörbuchfassung, bei der Teile des Originaltextes gestrichen wurden.
Atmo
Atmo bezeichnet Hintergrundgeräusche, die einer Hörproduktion räumliche oder atmosphärische Stimmung geben.
Audible
Audible ist eine große Plattform und Marke für den Vertrieb digitaler Hörbücher und Hörspiele.
Hörbuch
Ein Hörbuch ist eine als Audioaufnahme vertonte Fassung eines Buches oder Textes zum Anhören.
Hörprobe
Eine Hörprobe ist ein kurzer kostenloser Ausschnitt eines Hörbuchs zur Vorabprüfung durch Hörer.
Hörspiel
Ein Hörspiel inszeniert einen Stoff mit verteilten Rollen, Musik und Geräuschen als eigenständiges Audioformat.
Mastering
Mastering ist der letzte Bearbeitungsschritt, der Lautstärke und Klangbild der Aufnahme vereinheitlicht.
Pop-Filter
Ein Pop-Filter ist ein Schutzschirm vor dem Mikrofon, der harte Plosivlaute beim Sprechen abmildert.
Postproduktion
Die Postproduktion umfasst Schnitt, Mischung und Mastering der fertigen Audioaufnahme nach den Aufnahmesitzungen.
Regie
Die Regie steuert bei der Aufnahme Tempo, Betonung und Interpretation des Sprechers.
Schnitt
Der Schnitt entfernt Versprecher, Pausen und Störgeräusche aus der rohen Audioaufnahme.
Sprecher
Der Sprecher liest den Text einer Audioproduktion ein und verleiht ihm Stimme und Betonung.
Synthetische Stimme
Eine synthetische Stimme ist eine künstlich erzeugte Computerstimme, die Texte automatisch vorliest.
Tonstudio
Ein Tonstudio ist ein schallgedämmter Raum, in dem Audioaufnahmen professionell aufgenommen und bearbeitet werden.
Unabridged
Unabridged bezeichnet eine ungekürzte Hörbuchfassung, die den vollständigen Originaltext wiedergibt.
Buchgeschichte und Bibliophilie
Antiqua
Die Antiqua ist eine an römischen Vorbildern orientierte Druckschrift mit runden, klaren Buchstabenformen.
Erstausgabe
Die Erstausgabe ist die erste gedruckte Fassung eines Werkes und für Sammler besonders begehrt.
Exlibris
Ein Exlibris ist ein eingeklebtes Bucheignerzeichen, das den Besitzer eines Buches kenntlich macht.
Frakturschrift
Die Fraktur ist eine gebrochene Druckschrift, die im deutschen Sprachraum jahrhundertelang vorherrschte.
Holzschnitt
Der Holzschnitt ist ein Hochdruckverfahren, bei dem die druckenden Teile aus einer Holzplatte stehen bleiben.
Inkunabel
Inkunabel bezeichnet einen mit beweglichen Lettern gedruckten Druck aus der Frühzeit bis zum Jahr 1500.
Kodex
Der Kodex ist die gebundene Buchform aus gefalteten Lagen, die die Schriftrolle ablöste.
Marginalie
Eine Marginalie ist eine handschriftliche oder gedruckte Randbemerkung am Seitenrand eines Buches.
Pergament
Pergament ist eine aus Tierhaut hergestellte Schreibfläche, die vor dem Papier als Beschreibstoff diente.
Skriptorium
Das Skriptorium war die Schreibstube mittelalterlicher Klöster, in der Handschriften kopiert und gefertigt wurden.
Wasserzeichen
Das Wasserzeichen ist eine im Papier sichtbare Markierung, die Herkunft und Herstellungszeit eines Bogens verrät.
Ghostwriting und Auftragsarbeit
Auftragsarbeit
Werk, das gegen Bezahlung nach den Vorgaben eines Auftraggebers erstellt wird.
Briefing
Schriftliche Vorgabe des Auftraggebers zu Inhalt, Stil und Umfang eines Textes.
Co-Autor
Mitverfasser eines Werkes, der neben dem Hauptautor genannt wird.
Diskretion
Vertrauliche Behandlung von Auftrag und Auftraggeber, ein Kernprinzip beim Ghostwriting.
Geheimhaltungsvereinbarung
Vertrag, der die Mitwirkung eines Ghostwriters vertraulich hält.
Ghostwriter
Person, die einen Text im Auftrag verfasst, ohne selbst als Autor genannt zu werden.
Honorar
Vergütung, die ein Autor oder Ghostwriter für seine Schreibleistung erhält.
Pauschalhonorar
Feste Gesamtvergütung für ein Projekt unabhängig von Aufwand oder späterem Verkaufserfolg.
Werkvertrag
Vertrag, der die Erstellung eines fertigen Textes als geschuldete Leistung festlegt.
Sie wollen Ihr eigenes Buch?
Wir kennen jeden dieser Begriffe aus der Praxis und begleiten Ihr Buch von der ersten Idee bis zum fertigen Werk.