Register
Alphabetisches Verzeichnis von Begriffen oder Namen mit Seitenangaben am Ende des Buches.
Was bedeutet Register?
Das Register ist ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis am Ende eines Buches, das wichtige Begriffe, Namen oder Orte auflistet und jeweils mit den Seitenzahlen verknüpft, auf denen sie vorkommen. Es ermöglicht Lesenden, gezielt einzelne Themen nachzuschlagen, ohne den gesamten Text durchsuchen zu müssen.
Bedeutung und Einordnung
Das Register gehört zum sogenannten Apparat eines Buches, also zu den Bestandteilen, die den eigentlichen Text erschließen und ergänzen. Während das Inhaltsverzeichnis die Gliederung von vorne nach hinten abbildet, erlaubt das Register den Zugriff quer durch das Werk. Beide Verzeichnisse arbeiten zusammen und decken unterschiedliche Lesebedürfnisse ab. Besonders in Sachbüchern, Fachbüchern und Ratgebern zählt ein gutes Register zu den Merkmalen, an denen Fachpublikum die Qualität einer Veröffentlichung misst.
Der Begriff stammt vom lateinischen Wort registrum, das so viel wie Verzeichnis bedeutet. Im deutschen Sprachgebrauch werden auch die Bezeichnungen Index oder Stichwortverzeichnis verwendet. Sie meinen im Kern dasselbe, wobei Index eher in wissenschaftlichen Kontexten gebräuchlich ist.
Arten und Bestandteile
Je nach Buchtyp kommen verschiedene Formen des Registers zum Einsatz. Am häufigsten ist das Sachregister, das thematische Stichwörter erfasst. Daneben gibt es das Personenregister, das Namen auflistet, sowie das Ortsregister für geografische Bezeichnungen. Umfangreiche wissenschaftliche Werke führen diese Verzeichnisse oft getrennt voneinander.
Ein einzelner Registereintrag besteht typischerweise aus dem Stichwort und einer oder mehreren Seitenangaben. Verschachtelte Einträge mit Unterbegriffen schaffen zusätzliche Ordnung. Querverweise mit den Hinweisen siehe oder siehe auch führen von einem Begriff zu verwandten Einträgen und verhindern, dass Lesende eine Information unter dem falschen Schlagwort vergeblich suchen.
Ein konkretes Beispiel
In einem Ratgeber zur gesunden Ernährung könnte das Register unter dem Buchstaben B den Eintrag „Ballaststoffe 34, 78 bis 81, 142″ enthalten. Die erste Zahl verweist auf eine kurze Erwähnung, die mittlere Spanne auf das ausführliche Kapitel und die letzte Zahl auf einen Rezeptteil. Darunter könnte ein Unterbegriff wie „Ballaststoffe, Tagesbedarf 79″ stehen. Ein Querverweis „Ballaststoffe, siehe auch Vollkorn“ verbindet das Stichwort mit einem verwandten Thema. So findet ein Mensch, der sich nur für diesen einen Aspekt interessiert, in Sekunden die passenden Stellen.
Bezug zum eigenen Buchprojekt
Ob Ihr Buch ein Register braucht, hängt vor allem von der Textsorte ab. Bei einem Roman oder einer erzählenden Biografie ist ein Register unüblich, weil der Text linear gelesen wird. Bei einem Sachbuch, einem Fachbuch oder einem umfangreichen Ratgeber erwarten viele Lesende dagegen ein verlässliches Verzeichnis, da sie das Werk als Nachschlagewerk nutzen. Das Register wird in der Regel ganz am Schluss erstellt, wenn der Umbruch und damit die endgültige Seitenzählung feststehen, denn jede spätere Änderung am Layout verschiebt die Seitenzahlen.
Praxis-Tipp
Planen Sie das Register von Anfang an mit ein, auch wenn die eigentliche Arbeit daran erst zum Schluss erfolgt. Notieren Sie sich schon während des Schreibens, welche Begriffe zentral sind und unter welchem Stichwort Lesende danach suchen würden. Achten Sie auf Konsistenz bei Schreibweisen und Singular- oder Pluralformen, damit verwandte Stellen nicht über mehrere Einträge verstreut landen. Ein gepflegtes Register macht den Unterschied zwischen einem Buch, das man einmal liest, und einem, zu dem man immer wieder zurückkehrt.
In unseren Buchprojekten denken wir solche Bestandteile von Beginn an mit, vom Konzept über das Lektorat bis zum fertigen Verzeichnis. Wenn Sie überlegen, wie Ihr Werk aufgebaut sein soll und welche Erschließungshilfen dazugehören, sprechen unsere erfahrenen Autorinnen und Autoren das gern mit Ihnen durch. Einen Überblick über den gesamten Weg finden Sie unter Ablauf.
Verwandte Begriffe
Kolumnentitel
Die Kopfzeile einer Buchseite, die meist Buchtitel oder Kapitelüberschrift wiederholt.
Vorsatz
Das gefalzte Blatt, das den Buchblock mit der Buchdecke verbindet und beim Aufschlagen sichtbar wird.
Widmung
Eine kurze persönliche Zueignung des Autors am Buchanfang, meist auf einer eigenen Seite.
Klappentext
Kurzer Werbe- und Inhaltstext auf der Umschlagklappe oder Rückseite, der Leser zum Buch hinführt.
Schutzumschlag
Ein loser Papierumschlag, der das gebundene Buch schützt und Titelgestaltung sowie Klappentext trägt.
Frontispiz
Eine dem Titelblatt gegenüberliegende Bildseite, häufig mit einem Porträt oder einer Illustration.
Aus Begriffen wird Ihr Buch
Ob Roman, Sachbuch oder Biografie: Wir kennen das Handwerk und begleiten Ihr Buch von der ersten Idee bis zum fertigen Werk.