Roman schreiben: 7 Fehler, die Erstautoren fast immer machen

BV Maria Lengemann 3 Min. Lesezeit

Fast jeder Mensch hat irgendwo eine Romanidee. Viele machen sich irgendwann daran, sie aufzuschreiben. Meistens scheitert das Projekt dabei nicht an mangelnder Kreativität, sondern an vermeidbaren Fehlern. Hier sind die sieben häufigsten davon.

1. Ohne Plan anfangen

Der romantische Mythos vom Autor, der sich einfach hinsetzt und drauflosschreibt, ist für die meisten Menschen eine Falle. Ohne eine Grundstruktur verläuft sich das Projekt spätestens nach dem dritten Kapitel. Das heißt nicht, dass jede Szene vorher feststehen muss. Sie sollten wissen, wo Ihre Geschichte anfängt, wo sie endet und was die wichtigsten Wendepunkte dazwischen sind.

2. Den ersten Satz perfektionieren wollen

Erstautoren verbringen manchmal Wochen am ersten Satz. Das Ergebnis ist meistens: kein Buch. Der erste Satz wird beim Lektorat ohnehin überarbeitet. Schreiben Sie weiter und kommen Sie später zurück.

3. Das eigene Genre nicht kennen

Wer einen Thriller schreiben möchte, sollte Thriller gelesen haben. Wer Fantasy schreibt, sollte wissen, was das Genre von seinen Autorinnen und Autoren erwartet. Genreregeln sind kein Käfig. Sie sind eine Grundlage, auf der man aufbauen kann. Wer sie nicht kennt, bricht sie aus Versehen statt aus Überzeugung.

4. Figuren ohne echte Motivation

Die häufigste Schwäche in Erstromanen: Figuren tun Dinge, weil die Handlung es verlangt, nicht weil sie es wollen würden. Leser spüren das sofort, auch wenn sie es nicht benennen können. Jede Figur braucht ein Ziel, eine Angst und eine Überzeugung, die im Verlauf der Geschichte auf die Probe gestellt wird.

5. Szenen ohne Funktion schreiben

Jede Szene in einem Roman sollte mindestens eine von zwei Aufgaben erfüllen: Figuren entwickeln oder die Handlung voranbringen. Szenen, die ausschließlich Atmosphäre beschreiben, verlangsamen das Tempo. Beschreibung ist wertvoll, wenn sie gleichzeitig noch etwas anderes leistet.

6. Zu früh aufgeben

Irgendwo zwischen Kapitel 5 und Kapitel 12 kommt bei fast jedem Erstautor der Moment, in dem das Buch schlecht wirkt und das Projekt sinnlos erscheint. Das ist keine persönliche Schwäche, sondern ein bekanntes Stadium im Schreibprozess. Wer in diesem Moment aufgibt, wird kein fertiges Buch haben. Wer durchschreibt, hat es danach.

7. Alleine kämpfen statt Unterstützung suchen

Schreiben ist eine einsame Tätigkeit, aber ein Buchprojekt muss keine Einzelleistung sein. Schreibgruppen, Erstleser, ein Lektor oder ein professioneller Ghostwriter können den Unterschied machen zwischen einem Manuskript, das in der Schublade landet, und einem, das veröffentlicht wird.

Wenn Sie die Geschichte haben, das Handwerk aber lieber abgeben möchten: Unser Team begleitet Sie vom Konzept bis zum fertigen Manuskript. Mehr erfahren unter Roman & Belletristik oder direkt anfragen.

Maria Lengemann

Maria Lengemann

Maria Lengemann ist Ghostwriterin und Romanautorin (»Gib sie mir zurück«, »Perfect me«, »Sieh genau hin«). Mit mehr als 17 Jahren Schreiberfahrung und über 20 Millionen geschriebenen Wörtern weiß sie, was ein Buchprojekt braucht. Alle Beiträge im Buchvirtuosen-Blog schreibt sie selbst.

Ihr Buch wartet

Sie haben eine Geschichte. Wir schreiben sie.

Kostenloses Erstgespräch, kein Risiko, keine Verpflichtung. Erzählen Sie uns von Ihrer Idee und wir geben Ihnen eine erste ehrliche Einschätzung.

Kostenloses Erstgespräch
Mehr lesen

Weitere Beiträge